Bericht der Lehrerinnen 2015

Das 2015 endete turbulent, die Inflation steigt und unser Geld verliert jeden Tag an Kaufwert. Proteste, Gewalt und viele Schwierigkeiten nahmen zu. Die Schulgemeinschaft Union überlebte das alles. Entgegen aller Umständen ist die Schule gewachsen.

Der Besuch im Jahr 2015 von Marlene, Josi, Margrit und Beat Studer waren sehr lohnend. Z.B. hat Marlene erkannt, dass es wichtig wäre, den Kindern ein Frühstück abzugeben, damit diese sich besser konzentrieren können. Dies wird nun, mit Erfolg, gemacht. Wir haben uns alle gegenseitig ermutigt, unsere so wichtige Arbeit fortzufahren. Auch besuchten wir einige Häuser der
Eltern der Kinder und konnten vor Ort die Realität der prekären Lebenslage dieser Familien beobachten. Auch Urs und Marcia, unsere Schulfreunde besuchten uns.

Im Jahr 2015 gelang es uns, die Badezimmer von 3 auf 6 Zimmer zu erweitern.

Mit den Spenden aus der Schweiz war es möglich, 2016 mit viel Hoffnung zu beginnen.

Jetzt im Jahr 2016 gelang es uns, den Boden der Räume auf Straßenniveau und dadurch auch das Dach zu heben. Wir erwarten, dass es weitere Überschwemmungen verhindert und ausreichend Schutz für die Kinder bietet, und der Unterricht nicht ständig unterbrochen wird. Der Bau ist noch nicht abgeschlossen, weil der schwere Regen früher gekommen ist.

Die Betreuung der Kinder wurde täglich verbessert, trotz der Schwierigkeiten. Das Essen ist sehr teuer. Familien kämpfen gegen Gewalt, Hunger, Mangel an Arbeitsplätzen und Mangel an Gesundheitsversorgung. Die Armen leben miserabel und die Mittelklasse wurde ärmer. Es gibt viele Familien, die nur mit dem Sozialprogramm leben oder gar kein Einkommen haben.
Das Land ist eine politische und finanzielle Unsicherheit. Die Regierung hat sich geändert, was für viele Menschen keine Verbesserung bringt. In Brasilien gibt es jetzt mehr als 11 Millionen arbeitslose. Industrie und Geschäftshäuser gehen Konkurs; Privatschulen schliessen. Die Menschen können sich keine Häuser leisten und besetzten immer häufiger Land, um eine Hütte zu bauen.

Auch ist das Wetter zu trocken oder in einigen Regionen sehr regnerisch, was es schwierig macht Pflanzen anzubauen. Viele vorhandene Pflanzen werden durch das Klima zerstört. Dies führt zu Mangel an Nahrungsmittel, vor allem die am meisten konsumierten wie Weizen, Bohnen, Gemüse und Früchte.
Die Arbeitslosigkeit führt zu Verbrechen, und die Todesfälle nehmen zu. Die Familien fühlen sich unsicher. Die Mütter schätzen die Schule. Sie wissen, dass ihre Kinder von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr in Sicherheit sind. Die überwiegende Mehrheit ist zu Hause nicht geschützt.

Die Kinder werden in der Schule gut ernährt und lernen leben, lesen, schreiben, rechnen, musizieren, kochen, werken etc. Vor allem lernen die Kinder wie man ein würdiges Leben erreichen kann.
Kinder bekommen volle Mahlzeiten mit allem, was sie brauchen, um sich gut zu entwickeln. Frühstück, Snack, Mittagessen, Nachmittagssnack und Obst jeden Tag.

Aber all dies hat einen sehr hohen finanziellen Aufwand. Manchmal haben wir Angst. Angst, dass wir nicht weiter- arbeiten können, weil wir nie wissen, wie viel Geld wir genau in den folgenden Monaten benötigen.
Aus all diesen Gründen, bitten wir alle Spenderinnen und Spender weiterhin das Projekt zu unterstützen, damit die Schule am Leben bleibt. Wir brauchen viel Hilfe, weil wir jetzt
176 Kinder zu ernähren, zu schützen und auf das Leben vorzubereiten haben.
Brasilien erlebt eine Krise größeren Ausmaßes, die Schlimmste im letzten halben Jahrhundert. Unsere Situation ist ernst und ohne fremde Hilfe kann die Schule nicht überleben.

Vielen Dank, dass Sie alle das Projekt unterstützen. Eine große Umarmung und wir wünschen Ihnen glückliche Tage. Gott sei mit euch.

Die Schüler und Lehrpersonen der Schulgemeinschaft Escola Uniào Comunitària

Bericht der Lehrerinnen 2015

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